Warum der Name annaloog?

annaloog ist ein Kunstwort und kommt aus dem Begriff „analog“, was wortwörtlich mit „entsprechend“ oder „angemessen“ übersetzt werden kann. Es hat sich aus meiner Geschichte entwickelt: Die Idee für das Label annaloog entstand an einer Schnittstelle – im Jahr 2000, wo das Analoge dem Digitalen Platz machte. Meine Kindheit und Jugend war internetfrei. Wir haben noch Kasettenbänder mit Schere und Tesa geflickt, wir haben Papiercollagen mit Buchstaben geklebt, es wurden mit Bleistift und Füller Notizbücher geschrieben, es gab ein Telefon für jeden Haushalt und das soziale Leben lief bis auf Telefonate und Briefe in Echtzeit ab. Man sah sich real.

Um 1990-2000 gab es bereits E-Mails, es wurde gescannt und digital gestaltet, aber es gab noch keine Smartphones. Analoges Arbeiten verlangte und verlangt heute noch andere Vorgehensweisen. Es gibt keine „Undo“-Taste. Höchstens einen Radiergummi. Die Kraft eines Bildes entsteht dann aus dem unmittelbaren physischen Impuls seines Malers/Schöpfers. Bei einem analog gemalten Bild gibt es immer das Risiko, im finalen Moment zu scheitern. Es sind Schichten, die entstehen… und die sich in den vielen Malschichten widerspiegeln.

Beides hat Qualitäten, bei der analogen Arbeitsweise liebe ich besonders die spontane, intuitive und emotionale Wirkung.

annaloog versteht sich über das Kunstschaffen hinaus als kleine & feine «Ideenagentur». Als Freiberuflerin vertritt sie kleine und nachhaltige Projekte, berät mit Text, Konzeption und Idee.