Portraitmalerei

Ich liebe Portraits. «Porträtieren kommt vom lateinischen “Protahere” und bedeutet «Hervorziehen des Wesens». So zeigt ein Portrait das eigentliche Unsichtbare.

Um mich malerisch mit dem Portrait zu beschäftigen, war der Pappdeckel ein hilfreiche Trägermaterial. Auf einem Pappteller zu malen, ist eine Art Orakel, weil es ein assoziativer Entstehensprozeß ohne Modell ist… So entwickeln sich Wesen, in Form von Gesicht und Gestalt. Durch Farben und Ausdruck schimmert der Charakter, die Haltung, die Seele und die Persönlichkeit durch. Rembrandt und andere holländische Maler malten sogenannte «Tronies», kleine Portraits, die nur ihrer Phantasie entstanden sind. So entwickelten sie ein eigenes Repertoire für Gesichtszüge…

Es sind kleine malerische «Polaroids», die für die Schnelllebigkeit von heutigen Biografien stehen. Auf den Fastfood-Deckeln verlieren die Portraits ihre ursprünglich traditionelle Intention. Technik: Acryl, Öl, Weißuntermalung mit Lasuren

Farbig eingerahmt durch bemalte Holzrahmen und mit lateinischen Namen gekennzeichnet.   z. B. Papp. voluptus –der Vergnügliche Papp. stupor – der Erstaunte Papp. risor – der Spötter Papp. nubilosus – der Undurchsichtige. Mehr als 250 „Pappies“ umfasst die Kollektion heute. Weitere Informationen als PDF zum Download.  sowie: Katalog und Übersicht

 

 

seite6_pappintro

 

 

 

 

 Portraits Pappies

Ausstellung im Kulturzentrum  im Gewölbekeller des Kulturzentrum Konstanz, 2007, Foto: Hans-Peter Hauff

Weitere Ausstellungen: Kulturzentrum Konstanz • Schloß Hagenwil, Thurgau • Kulturzentrum Linse, Weingarten • Biennale für Kleinplastik, Hilden • Galerie38, Wien-Ottakring,  • Museum Luckenwalde, Brandenburg • Kulturnacht Laufenburg, Galerie Fischergasse etc.

 

Kulturzentrum Konstanz, Ausstellung Pappies

 

 

pappies_schriftzug

Die Hauptkollektion ist unverkäuflich, da im Familienbesitz. Die Sammlung kann jedoch verliehen werden. Eine weitere Auflage ist geplant. Auftragsportraits (Jubiläum, Geburtstage, Geschenk für besondere Menschen) im Stil der “Pappies” im Format 15×20 cm. Preise: jeweils ab € 125,- ;  ab  5 Portraits € 500,-

Katalog als PDF: PORTRAITS_PAPPIES

 

 

 

 seite9_pappist      

 

Anekdoten

Die imaginäre Heimat der «Pappies» liegt in «Pappistan»: «Pappistan» ist eine sehr kleine Republik. Kaum erkennbar auf der Weltkarte liegt sie in einem Waldgebiet zwischen den Ländern Absurdistan und Realistan.

 

Durch den nachwachsenden Rohstoff „Holz“ gibt es dort hauptsächlich papierverarbeitende Industrie. Insbesondere Pappe ist ein Markenartikel aus Pappistan. Traditionelle Berufe sind dort Schreiner, Konditor und Portraitmaler.» Über die Geschichte des 140 jahre alten Papptellers, die uns nach Luckenwalde in Brandenburg führt, bis in die Neuzeit der zeitgenössischen Papp-Kunst, mit Mythen aus Pappistan und Geschichten über das Portrait.

 

Download Dokumentation „Durchs unbekannte Pappistan“