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Frühjahr 2012: Kurse VHS Konstanz

Faszinierende Welt der Pigmente
Farbe in der Malerei

"Farbe ist die Tastatur, die Augen sind die Harmonien, die Seele ist das Piano mit vielen Saiten. Der Künstler ist die Hand, die spielt." (Wasily Kandinsky)
Gebrannte Siena, Indischgelb, Terra di Pozzuoli, Safflor, Irgazingrün, Purpur... jedes Pigment und jede Farbe hat ihre Vorgeschichte, die sie prägt. Farbe formuliert sich Schritt für Schritt und belehrt den Maler stets eines Besseren.

In diesem Kurs lernen Sie den Einsatz von Farbe im Umgang mit den Ursprungsmaterialien: Pigmenten und Bindemitteln. Das Anmischen von Farben mit verschiedenen Malmitteln führt zu sehr individuellen Ergebnissen. Dazu beginnen wir uns ein eigenes Vokabular zu erarbeiten und mit den Farbmaterialien zu experimentieren.


Porträt - Das Ich und das Du und das Wir
Künstlerische Arbeit am Menschenbild


«Die unterhaltsamste Fläche auf der Erde ist das menschliche Gesicht.» Georg Christoph Lichtenberg.
Porträtkunst ist faszinierend. Wenn man ein Porträt malt, dann zeigt sich oft mit wenigen Strichen, die «Landschaft» eines Menschen. «Porträtieren» kommt vom lateinischen "Protrahere", was meint: "Herausziehen des Wesens", dem eigentlich Unsichtbaren in einem Bild.

Die Nacht. Eine malerische Exkursion in die andere Hälfte des Tages.

Schon immer hat die ambivalente Natur der Nacht die Menschen fasziniert.
Als Gegenseite vom Tag ist sie der heimliche Ort von Geborgenheit, Liebe und Produktivität. In ihr lauern jedoch auch Abgründe wie Finsternis und Chaos, andererseits ist sie auch der wundersame Raum unserer Träume, Raum für Phantasie und die Befreiung von Rationalität. Seit der Erfindung des elektrischen Lichts wird der spezifische Erfahrungsraum der Nacht immer mehr verdrängt. Entweder wir verschlafen die Nacht oder wir vertreiben erfolgreich ihr Dunkel und lassen sie zu einem Nebenschauplatz des Tages werden. Seit ein paar Jahren wächst jedoch das zeitgenössische Kunstinteresse an diesem Thema.

Wie nun erscheint das Bild der Nacht in der Malerei? Ist ein Nachtbild grundsätzlich etwas anderes als ein Tagbild? Beispiele aus der Geschichte der Nachtmalerei erzählen uns von nächtlich verwandelten Orten, Dingen oder Menschen, vielleicht aber auch nur von einem nächtlich verwandeltem Blick und von der Erlebnisfülle des dunklen Raumes.

In diesem Workshop geht es um das schöpferische Potential der Nacht. Wir werden z.B. unterschiedliche Lichtstimmungen malerisch erkunden, uns von nächtlichen Sujets aus der Malerei inspirieren lassen, Ideen für Bilder wie z.B. für ein Traum"tage"buch entwickeln.